Der letzte seiner Art: Nashorn “Sudans” letzter Atemzug.

ACHTUNG: Dieser Artikel enthält Bilder, die auf manche Menschen verstörend wirken können!

Der Mensch hat im Laufe seiner Existenz auf diesem Planeten viele Fußabdrücke hinterlassen. Manche davon hatten aufgrund niederer Beweggründe, wie etwa der Habgier, drastische Folgen für diese Erde und ihre Artenvielfalt. Nun hat unser schwerwiegendes Eingreifen in die Natur einen neuen traurigen Tiefpunkt erreicht, denn das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn “Sudan” ist vergangenen Montag an altersbedingten Komplikationen verstorben. Das 45-jährige Männchen war zuletzt in einem kenianischen Naturschutzreservat zuhause, wo es von seinem Pfleger Joseph Wachira bis zu seinem Ende liebevoll betreut und mit Leib und Seele vor Wilderern beschützt wurde.

Die Fotografin Ami Vitale, die für den “National Geographic” arbeitet, dokumentierte mit ihrer Kamera die letzten Minuten von Sudan, bevor das majestätische Tier seinen letzten Atemzug tat. Die Bilder, die dabei entstanden, sind traurig, doch sie sollen dabei helfen die Menschheit wachzurütteln.

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Auf ihrem Instagram-Account schreibt die Fotografin:

“Wenn Sudans Tod etwas an dieser Welt ändert, dann ist die Hoffnung noch nicht verloren. Dies sollte unser Weckruf sein. In einer Welt mit mehr als 7 Milliarden Menschen, müssen wir uns als ein Teil des Ganzen sehen. Unser eigenes Schicksal hängt von dem Schicksal eines jeden Tieres ab. Joseph Wachira stand Sudan, dem letzten männlichen Nördlichen Breitmaulnashorn auf diesem Planeten, bis zu seinem letzten Atemzug am 19. März 2018 zur Seite (…)”

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Sudans Artgenossen fielen der Gier nach ihrem Horn zum Opfer, der auch heute noch jeden Tag viele Nashörner anderer Arten zum Opfer fallen. Allein im Jahr 2017 wurden in Südafrika 1028 Nashörner nur aufgrund ihres wertvollen Horns getötet (Quelle: WWF). Ein Kilogramm hat heute einen Schwarzmarktwert von etwa 60.000 US-Dollar, da es besonders in Asien als “Wundermittel” gilt, das die männliche Potenz steigert und dort sogar als “Heilmittel” gegen Krebs gehandelt wird. Ein Aberglaube, der den majestätischen Tieren zum Verhängnis wird, denn es gibt keinerlei wissenschaftliche Beweise, die diese “Thesen” belegen.

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Sudan selbst wurde im Jahr 2009 aus einem tschechischem Zoo befreit und in das “Ol Pejeta Conservancy” Naturschutzreservat gebracht, um mit ihm neue Nachkommen zu züchten, die den Fortbestand, seiner bereits damals vom Aussterben bedrohten Art, sichern sollten.

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Auf dieser Erde bleiben nun nur noch zwei weibliche Nördliche Breitmaulnashörner übrig, die direkte Nachkommen des verstorbenen Sudans sind. Somit ist das Aussterben dieser Tiere nun wohl nicht mehr aufzuhalten.

Es bleibt zu hoffen, dass Sudans Tod die Menschheit zum Umdenken bringt, damit auch die anderen gefährdeten Nashornarten nicht vor unseren Augen für immer verschwinden.

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