15 seltsame Tiere, die tatsächlich existieren.

Die Natur ist immer wieder für eine Überraschung gut, denn auch heute sind Flora und Fauna auf der Erde noch lange nicht in vollem Umfang erforscht. Immer wieder entdecken Wissenschaftler neue Tier- und Pflanzenarten, die zuvor noch kaum ein Mensch zu Gesicht bekam.

Die folgenden 15 Tiere sind beste Beispiele für die einzigartige Kreativität und den Einfallsreichtum von Mutter Natur.

1.) Die Mary-River-Schildkröte

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Die Mary-River-Schildkröte verfügt über eine bimodale Atmung, was bedeutet, dass sie sowohl über die Lungen als auch über ihre Kloake Sauerstoff einatmen kann. Diese Fähigkeit erlaubt es ihr, bis zu drei Tage am Stück unter Wasser bleiben zu können. Die lange Zeit, die die Mary-River-Schildkröte unter Wasser verbringt, ist der Grund für den starken Algenwuchs, der dem Reptil den typischen Algen-Irokesenschnitt verleiht. Ihr Lebensraum ist der in Australien gelegene Mary River, dem sie auch ihren Namen verdankt.

2.) Der Dumbo-Oktopus

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Durch seine elefantenohrartigen Seitenflossen, die unweigerlich an die Ohren des Disney-Charakters „Dumbo“ erinnern, kam der Dumbo-Oktopus zu seinem Namen. Hauptsächlich kommt diese Oktopus-Art in Gewässern von 3.000 bis 4.000 Metern Tiefe vor, was erklärt, weshalb diese Tiere beinahe unerforscht und den meisten Menschen unbekannt sind.

3.) Der Tagschläfer

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Wie sein Anblick bereits vermuten lässt, ist der Tagschläfer ein nachtaktiver Vogel, der nach Einbruch der Dunkelheit auf Insektenjagd geht. Anders als bei vielen anderen Vogelarten unterscheiden sich Männlein und Weiblein dieser Gattung in ihrem Aussehen nicht. Ihre Heimat ist Mittel- und Südamerika.

4.) Der Pacu

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Der Pacu gehört zur Familie der Piranhas. Doch anders als ihre nahen Verwandten haben die Pacus keine spitzen, rasiermesserscharfen Zähne, sondern Beißerchen, die denen des Menschen stark ähneln. Diese braucht der Salmler, um Nüsse zu knacken, die von den Bäumen in die Flüsse seiner Heimat Südamerika fallen. Anders als der Piranha ernährt sich der Pacu hauptsächlich von Beeren, Früchten und Nüssen.

5.) Der Blaue Seedrache

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Bei dem Blauen Seedrachen handelt es sich weder um ein Reptil noch um eine Amphibie. Tatsächlich gehört dieses faszinierende Wesen zu den Fadenschnecken und lebt in den wärmeren Ozeanen dieser Erde, wo es sich mit dem Bauch nach oben an der Wasseroberfläche treiben lässt. Der Seedrache ernährt sich hauptsächlich von Quallen. Dabei verleiben sich die Schnecken die giftigen Nesselzellen der Quallen ein und nutzen sie als Schutz vor Fressfeinden. Bis heute ist es jedoch ein Rätsel, wie der Seedrache es schafft, die toxischen Zellen der Quallen erst dann zum Platzen zu bringen, wenn ihm Gefahr droht.

6.) Die Venezolanische Pudelmotte

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2009 gelang es dem Zoologen Arthur Anker, die Pudelmotte im abgelegenen Regenwaldgebiet Venezuelas zum ersten Mal mit einer Kamera abzulichten. Vorher war diese Mottenart noch gänzlich unbekannt. Über den kleinen pelzigen Falter mit den großen dunklen Augen ist bisher jedoch noch wenig bekannt.

7.) Der Colugo

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Colugos, auch Riesengleiter genannt, gehören zur Gattung der Säugetiere. Die nachtaktiven Baumbewohner kommen ausschließlich in Südostasien vor und gleiten bei ihrer Suche nach leckeren Blüten und Blättern von Baum zu Baum. Sie können so groß werden wie eine Katze, haben jedoch einen deutlich filigraneren Körperbau, der ihnen den Gleitflug erst ermöglicht.

8.) Der Gürtelmull

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Der Gürtelmull gehört, wie der Name bereits vermuten lässt, zur Familie der Gürteltiere. Bisher konnte diese Tierart nur in den südlichsten Gebieten Südamerikas beobachtet werden. Da der Gürtelmull bisher so gut wie unerforscht ist, kann niemand sagen, wie viele dieser possierlichen Tiere es tatsächlich gibt. Da sie sich fast ausschließlich in unterirdischen Höhlen aufhalten, sind Sichtungen des Gürtelmulls eher die Ausnahme.

9.) Das Neunauge

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Auch wenn Neunaugen stark an Aale erinnern, sind es keine Fische. Es sind lebende Fossilien der Überklasse Rundmäuler, die sich in den letzten 500.000 Jahren kaum verändert haben. Das rundliche Maul der Tiere ist mit vielen kleinen Hornzähnen versehen, die jeden Betrachter unweigerlich an ein Wesen aus einem Science-Fiction-Film erinnern. Doch nicht nur das Erscheinungsbild des Neunauges sorgt für Albträume, auch seine Fressgewohnheiten lassen das Tier nicht gerade sympathisch wirken. Mit ihrem Maul saugen sie sich an einem Wirt fest, saugen sein Blut und raspeln mit ihren unzähligen Hornzähnen immer wieder kleine Stücke Fleisch aus ihrem Opfer heraus. Sie sind weltweit in vielen kälteren Gewässern (Salz- und Süßwasser) anzutreffen, doch die Population hat durch verschmutzte Seen, Flüsse und Ozeane sehr stark abgenommen. Heute gelten viele Arten als bedroht.

10.) Der Schopfhirsch

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Dieses Tier, welches dank seiner verlängerten oberen Eckzähne ein wenig an einen prähistorischen Säbelzahntiger erinnert, ist ein in China, Tibet und Myanmar beheimateter Schopfhirsch. Wie andere Hirscharten auch, ist der Schopfhirsch ein reiner Pflanzenfresser. Die langen Eckzähne benötigt er im Kampf mit Artgenossen, um die Gunst der Weibchen zu gewinnen, weshalb auch nur die männlichen Tiere über diese „Reißzähne“ verfügen.

11.) Die Skorpionsfliege

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Diese Fliegenart hat ihren Namen durch den „Stachel“, den nur die männlichen Fliegen besitzen. Was aussieht wie der Stachel eines Skorpions, ist jedoch gar keiner, denn eigentlich handelt es sich hierbei um das männliche Geschlechtsteil dieses Insekts. Es gibt viele verschiedene Unterarten der Skorpionsfliege, von denen einige auch in Europa beheimatet sind. Diese Fliegenart ernährt sich hauptsächlich von toten Insekten, Früchten und Blütennektar. Sie sollen sich jedoch gelegentlich an der Beute von Webspinnen vergreifen: Sie können sich nämlich durch die Ausscheidung ihres eigenen Mitteldarmsaftes auf dem Spinnennetz bewegen, ohne dabei kleben zu bleiben. Was den Forschern jedoch bisher ein Rätsel aufgibt, ist, dass die Spinnen den Räuber zwar bemerken, ihn jedoch nicht angreifen und einfach gewähren lassen, auch wenn die Spinnen aufgrund ihrer Größe körperlich überlegen wären.

12.) Die Yeti-Krabbe

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Die Yeti-Krabbe hat ihren Namen dem weißen, kuschelig aussehenden „Fell“ zu verdanken, das ihre Beine, Scheren und Teile ihres Körpers schmückt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Haare, sondern um Borsten, von denen einige mit Widerhaken besetzt sind und Dornen ähneln. Die Krabbe besitzt zwar noch „Augenanlagen“ – da sie aber in circa 2.000 Metern Tiefe lebt, erfüllen diese keinen sinngemäßen Zweck mehr. Daher wird vermutet, dass die Yeti-Krabbe ihre Borsten als Sensoren nutzt, um Bewegungen in der Finsternis der Tiefsee ausmachen zu können.

13.) Der Ferkel-Tintenfisch

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Der possierliche Ferkel-Tintenfisch trägt seinen Namen wegen seiner seltsamen Kopfform, die an eine Schweinenase erinnert. Da dieses Tier vorzugsweise mit dem Bauch nach oben schwimmt, hält man seinen Kopf oft fälschlicherweise für eine Art „Nase“. Die großen Augen und seine geringe Körpergröße von wenigen Zentimetern lassen ihn ziemlich niedlich aussehen. Da diese Tintenfischart sehr klein ist und in über 100 Metern Tiefe lebt, ist kaum etwas über sie bekannt.

14.) Die Riesenassel

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Nein, dies ist kein Außerirdischer aus einem Horrorfilm! Die Riesenassel lebt, anders als ihre kleinen Verwandten vom Lande, in der Tiefsee, weshalb ihre Lebensweise kaum erforscht ist. Anders als die meisten Tiefseebewohner verfügt die Riesenassel jedoch über erstaunlich große Augen, die aus bis zu 4.000 Facetten bestehen. Damit sind sie in der Lage, selbst kleinste Lichtquellen in der dunklen Tiefsee zu erkennen. Die Riesenassel kann bis zu 45 cm lang und bis zu 1,7 kg schwer werden und ernährt sich hauptsächlich von toten Meeresbewohnern, deren Körper nach dem Ableben auf den Meeresgrund sinken.

15.) Die Panda-Ameise

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Auch wenn es wegen seiner Farbgebung und seines Körperbaus „Panda-Ameise“ genannt wird, gehört dieses Insekt streng genommen nicht zu den Ameisen, sondern zu den Wespen. Die männlichen Exemplare verfügen über Flügel, die Weibchen nicht. Dafür haben die weiblichen Panda-Ameisen einen Giftstachel, dessen Stich als überaus schmerzhaft gilt. Wenn sie sich bedroht fühlen, richten sie diesen Stachel sogar gegen große Weidetiere, weshalb man ihnen auch den Spitznamen „Cow Killer“ (Deutsch: Kuh-Töter) gab. Dieser Name ist jedoch in keiner Weise gerechtfertigt, da ihr Stich für die meisten Säugetiere nicht lebensgefährlich ist.

Es ist doch immer wieder beeindruckend, wozu Mutter Natur tatsächlich imstande ist.

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